Warntag im Emsland – Der Landkreis zieht positive Bilanz
Meppen. Alle 302 Sirenen haben am heutigen Donnerstag, 12. März 2026, das Singal „Probe“ wie geplant um Punkt 12 Uhr ertönen lassen. Der Landkreis Emsland betitelt den Warntag als positiv und erfolgreich abgeschlossen.
Allerdings stellte der Landkreis auch Probleme fest. Bei der Entwarnung um 12:30 Uhr funktionierten zwei Sirenen in Rhede und eine Sirene in Papenburg nicht. Die Ursachen müssen nun überprüft werden.
Der Landkreis baut sein Netz an elektronischen Hochleistungssirenen seit 2022/2023 mit finanzieller Unterstützung von Bund, dem Land Niedersachen sowie mit Eigenmitteln des Landkreises Emsland und der emsländischen Kommunen aus. Nach Abschluss des Ausbaus werden im Kreisgebiet insgesamt 319 Hochleistungssirenen installiert sein. Diese können verschiedene Warntöne aussenden und zusätzlich vorgefertigte Warntexte abspielen. Somit müssen noch 17 Sirenen fertiggestellt werden, um das Ziel von 319 Sirenen zu erreichen.
Auch Warntafeln informieren die Bevölkerung
Insgesamt sieben emsländische Kommunen haben wie vorgesehen zudem über Anzeigetafeln darauf hingewiesen, dass es sich um einen Probealarm handelt. Die Anzeigentafeln dienen im Ernstfall dazu, entsprechende Warnungen sowie Handlungsempfehlungen an die Bevölkerung herauszugeben. Darüber hinaus wurde zur Warnung von Bürgerinnen und Bürgern in Emsbüren und Papenburg je eine mobile Sirene eingesetzt.
Bei den Warn-Apps, die an das Modulare Warnsystem (MoWaS) angebundenen und zeitgleich mit den Sirenen aktiviert worden sind, wie LKEL!, Katwarn, BIWAPP und NINA sind keine Funktionsstörungen bekannt. Cell Broadcast hatte nach Angaben des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe auf Kreisebene nicht ausgelöst werden dürfen, und wird erst beim bundesweiten Warntag am 10. September wieder Verwendung finden, teilt der Landkreis Emsland mit.
Bereits im vergangenen Jahr 2025 hatte der Landkreis Emsland erstmals einen landkreisweiten Warntag durchgeführt, bei dem alle lokalen Sirenen- und Warnsysteme einem Test unterzogen worden waren. Die Auslösung der Sirenen erfolgte auch in diesem Jahr zentral durch die Leitstelle Ems-Vechte.
Sirenentöne und weitere Informationen sind online über www.emsland.de/warnung abzurufen. Zudem bietet ein GIS-Viewer die Möglichkeit, nachzuvollziehen, von welcher Sirene Bürgerinnen und Bürger im Ernstfall gewarnt werden. Ein GIS-Viewer ist eine interaktive Karte. (pm/jsa)
